Der Fahrplanwechsel der DB – Was ist neu?

von Maria Rothlisberger, am 09 Dezember 2016 | Kommentar hinzufügen

Am Sonntag 11. Dezember ist Stichtag für die DB. Vieles bleibt gleich, einiges wird neu. Damit ihr den Überblick behaltet, fassen wir hier die wichtigen Informationen zum Fahrplanwechsel 2016 für euch zusammen.

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Mehr Züge, mehr WiFi und frühes Buchen – der Fahrplanwechsel 2016

Tickets jetzt online noch früher buchbar

Was bisher nur im Reisezentrum möglich war, könnt ihr ab Sonntag bequem online im Schlafanzug erledigen. Tickets der DB werden bereits 6 Monate vor der Abreise zum Verkauf freigegeben. Ihr könnt euren Sommerurlaub also bereits im Januar auf unserer Website und unseren Apps buchen und von günstigen Sparpreisen profitieren. Es gibt aber ein paar Ausnahmen, beispielsweise bei Tickets für Schnellzüge zwischen Deutschland und Frankreich, die werden erst 4 Monate vor Abreise verfügbar.

Nicht jeder plant seine Reisen 6 Monate im Voraus und manchmal möchte man einfach Mal spontan neue Städte entdecken. Den Sparpreis Europa nach Belgien, Luxemburg, Österreich und manche Verbindungen nach Italien könnt ihr ab Sonntag auch am Reisetag selber buchen, einem spontanen und trotzdem günstigen Ausflug steht also nichts mehr im Weg.

Sparpreis Europa mit der BahnCard 25

Bis zum 11. Dezember kann man mit der BahnCard 25 in Kombination mit dem Sparpreis Europa auch im Ausland sparen. Ab Sonntag entfällt der Rabatt auf dem ausländischen Streckenteil. Es lohnt sich also umso mehr, die Angebote der verschiedenen Bahnunternehmen zu vergleichen, was wir selbstverständlich für euch übernehmen. Wenn ihr ein Flexpreisticket ins Ausland bucht, profitiert ihr allerdings mit eurer BahnCard 25 bei Teilnehmer-Bahnen weiterhin vom Rail Plus Rabatt.

mehr Verbindungen nach Fahrplanwechsel

Jetzt schon Pläne für den Sommer schmieden!

Online jetzt auch unterwegs im Zug

Was bisher nur der gehobenen Klasse vergönnt war, wird jetzt auch für das gemeine Volk möglich – ab jetzt habt ihr auch Zugang zum kostenlosen WLAN-Angebot im ICE, wenn ihr in der 2. Klasse reist. Das ist noch nicht alles, der Mobilfunkempfang wird auch besser! Ein ganz besonderes DB-Geschenk zum dritten Advent.

Ein neues Preissystem und Stornierungskosten

Nach drei Jahren ohne Preiserhöhung steigen die Ticketpreise für den Fernverkehr. Der Flexpreis wird um 1, 9 Prozent erhöht und kostet maximal 149 Euro. Die DB testet ein neues nachfrageorientiertes Preissystem. Konkret heißt das, dass an Tagen, an denen generell viele Reisende mit dem Zug unterwegs sind, Flexpreise teurer sind. An Tagen, an denen Züge bisher meist nur halbvoll waren, kostet das Flexpreisticket weniger. Die Züge sollen damit möglichst gleichmäßig ausgelastet und unerwünschte Begegnungen mit fremden Achselhöhlen in überfüllten Zügen vermindert werden. Ein Preissystem, welches zum Beispiel in Frankreich bereits gang und gäbe ist. Aufgrund dieses neuen Preissystems muss man bei einem Kauf eines Flexpreistickets neu auch das genaue Rückfahrtdatum angeben. Früher hatte man noch einen Monat Zeit, aber mit dem neuen Konzept klappt das so natürlich nicht mehr.

Mit dem Fahrplanwechsel werden auch die Stornierungskosten im Fernverkehr (mind. ein DB-Fernverkehrszug in Verbindung enthalten) angehoben, neu kostet eine Stornierung nicht mehr 17.50 EUR, sondern 19 EUR.  Das gilt für Tickets im Flexpreis und Sparpreis. Im Nahverkehr bleiben die Stornierungskosten bei 17.50 EUR, wie gehabt.

Mehr Verbindungen nach dem Fahrplanwechsel

Nach Brüssel und Amsterdam gibt es ab dem Fahrplanwechsel noch mehr ICE-Verbindungen, bis zu sieben pro Tag in beide Richtungen. Wir haben euch im Mai bereits davon berichtet, jetzt ist die Neubaustrecke TGV EST Européen vollständig in Betrieb, von Stuttgart dauert es jetzt nur etwas über 3 Stunden um mit dem Zug nach Paris zu fahren.

Zwischen einzelnen Städten gibt es jetzt mehr Direktverbindungen, beispielsweise zwischen Berlin und Kiel, Münster und Berlin oder Ingolstadt und Frankfurt.

Auch ohne Schlafwagen nachts unterwegs

Auch wenn der Abschied vom Schlafwagen etwas schmerzt, können Nachteulen zumindest weiterhin Deutschland auf Schienen durchqueren. Die DB hat nächtliche IC- und ICE-Verbindungen ausgeweitet. Jede Nacht sind Acht IC- bzw. ICE-Züge unterwegs, an den Wochenenden und in den Sommerferien sogar noch mehr. Praktisch ist die neue Verbindung ab Bremen, Osnabrück und Münster nach Freiburg und Basel, von da habt ihr nämlich Anschlüsse für attraktive Destinationen in der Schweiz oder sogar nach Mailand. Die ganze Verbindung könnt ihr wie gewohnt auf einer einzigen Plattform namens Trainline buchen.

schlafen im zug nach dem Fahrplanwechsel

Richtig müde läßt es sich auch im Sitzen schlafen!                                      Quelle: onemovieblog

Jetzt reist man in der Nacht zwar nicht mehr liegend, aber mit dem richtigen Nackenkissen lässt es sich ja auch sitzend angenehm schlummern.

Falls ihr Fragen zu dem Fahrplanwechsel hat, könnt ihr uns wie gewohnt über schalter@trainline.de erreichen, Martin und ich beantworten eure Fragen immer gerne.


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